Hormonize me

Zuletzt ging es mir ja nicht so gut, in Sachen Panik und Stimmung allgemein. Jetzt war ich beim Arzt (eigentlich wegen was anderem) und dabei wurde auch Blut abgenommen – mein TSH-Wert ist vier Mal schlechter geworden, so schlecht war er noch nie, nicht mal vor der Substitution mit L-Thyroxin. Jetzt muss ich mal wieder die Dosis erhöhen und alles deutet darauf hin, dass ich mal wieder nen Hashimotoschub hatte/ habe. Ich muss echt mal lernen, die Blutwerte gleich checken zu lassen, wenn ich mich unwohl fühle. Das Leiden ist wirklich unnötig. 

Sonst ist gerade alles gut. Der Zwerg ist gerade sehr anstrengend, will alles machen und hat es motorisch noch nicht im Griff. Aber mein Mann ist ja zu Hause und jeder hat mal Freizeit, während der andere die Kids hütet. 

Sommerfreuden

Wir genießen gerade den Sommer (und heute auch mal die Pause davon) und sind viel draußen – viel im Freibad aber auch mal im nahegelegenen Bach beim Planschen. Außerdem haben wir nen Park entdeckt, der nachmittags schön im Schatten liegt. Wir fahren viel Rad und waren auch schon mit den Kids Pilze suchen (es gibt Unmengen an Pfifferlingen), der Mini sucht sogar schon mit, der Zwerg findet eher Tannenzapfen interessant. Brotzeit darf natürlich nicht fehlen, wenn wir uns irgendwo hinhocken und es “Picknick“ nennen, haut der Mini richtig rein. Abends waren wir öfters im Biergarten, wir haben nen tollen gefunden, auf dem die Kids vor und nach dem Essen allein spielen können und so können wir auch mal in Ruhe was Trinken. Boot fahren waren wir auch schon zwei Mal. Und außerdem beim Angeln – Mini angelt mit Stock und Schnur eifrig mit. Schönes Leben im Sommer. 

Jedes Kind kann schlafen lernen

Wir haben jetzt mit dem Zwerg das oben genannte “Programm“ gemacht, das wahrscheinlich den meisten Eltern bekannt ist. Bei vielen ist es umstritten, da es beinhaltet, das die Kinder schreien und man dann erst nach nem bestimmen Zeitabstand das Zimmer betritt. 

Der Zwerg hat am ersten Abend zwölf Minuten geschrieen, das heißt ich bin während dieser Zeit vier Mal in sein Zimmer rein. Und seitdem schläft er seit nun zwei Wochen friedlich alleine ein. 

Beim Mini hat es seinerzeit am dritten Abend funktioniert.

Wir haben es bei beiden erst gemacht, als wir bis zu 1,5 Stunden bei ihnen waren, um sie “einzuschläfern“. Das war für uns zuletzt unerträglich, zumal der Zwerg dabei ständig an meinen Haaren gezogen hat. Außerdem sind wir ja nicht immer beide zu Hause und ich kann nen Zweijährigen auch nicht so lange sich selbst überlassen.

Der Eintrag soll keineswegs missionarisch wirken, vielmehr als kleiner Kontrapunkt für Eltern, die denken man lässt sein Kind wochenlang grausam brüllen. 

Das Neuste

1. Zwerg läuft (juhu) und lernt jetzt endlich bisschen sprechen. Das neuste Wort: Tschüß (hört sich aber eher wie “Schiss“ an).

2. Genussraucherei wieder aufgegeben, Bronchien spielen nicht mit. 

3. Am Samstag geht’s zu Robbie Williams nach München. Zuletzt habe ich ihn 2006 gesehen.

Zwei Wochen

Ich schrieb neulich, dass der Mini nicht mehr ins Bett gehen wollte bzw. nicht alleine liegen bleiben wollte. Und das, obwohl es vorher über ein Jahr lang immer geklappt (Ausnahme – bei Krankheit) hat. Plötzlich behauptete er Angst zu haben, fürchtete sich vor dem Rauchmelder und dem Babyphone. Solche Situationen machen mich wirklich fertig – wir mussten dauernd an sein Bett, er brüllte sich die Seele aus dem Leib und die Abende wurden seeeehr lang.

In so ner Situation ist man erst mal überfordert – was mache ich jetzt? Isses nur eine Phase oder bliebt das jetzt so? Und was mache ich falsch, dass er plötzlich Schiss vor irgendwelchen Alltagsgegenständen hat?

Jetzt isses wieder vorbei, nachdem wir einige Sachen durchprobiert/ geändert haben. Wir haben Rollenspiele gemacht – er war die Mama, ich das Kind. So kam ich dann dahinter, dass er dachte das Babyphone hat ein Auge. Beim Rollenspiel gab er dann meine Antworten – dass das nix macht, dass das nur ein Lämpchen ist… – und jetzt hat er es sozusagen verinnerlicht. Außerdem habe ich gemerkt, dass er plötzlich nicht mehr wollte, dass ich einfach “Gute Nacht“ sage und gehe. Stattdessen sage ich jetzt, dass ich noch ins Bad gehe und dann wieder komme. Bis ich dann tatsächlich wieder komme, schläft er allerdings schon. Wenn mir vorher einer gesagt hätte, dass diese Phase nur zwei Wochen dauert, hätte ich mich gar nicht so stressen müssen. Aber die Abendstunden sind mir heilig und außerdem weiß man es ja vorher nicht.

Ideenlos

Mir passiert das ja selten, aber zur Zeit bin ich absolut ideenlos was unsere täglichen Mahlzeiten angeht.

Ich denke, es liegt am Wetter. Wir essen immer gerne Suppen und Eintöpfe, aber das ist zur Zeit irgendwie nix. Ich stöbere schon in Kochforen herum, aber da denke ich dann auch nur “Och nö, das nicht.“

Was gibt’s denn bei euch gerade so? Was ist für euch ein typisches Sommeressen? 

Check

– Kinder gewickelt und angezogen

– Frühstück vorbereitet

– Kinder gewickelt und nochmal umgezogen

– Pausenbrot für den Mann hergerichtet

– Kinder mit Instruktionen an Oma verabschiedet

– ausgiebig geduscht und neues, wunderschönes Kleid angezogen

– Stellenbörsen durchforstet

– drei Bewerbungen geschrieben

– Spülmaschine aus- und eingeräumt

– Waschmaschine befüllt und fahren lassen

– jetzt endlich auf dem Sofa bisschen chillen

Sternstunden

Leider blogge ich viel zu oft darüber, wenn mit den Kindern gerade etwas nicht gut läuft oder nervt. Natürlich gibt´s auch super Momente, in denen ich total stolz auf sie bin. Daher hier meine Sternstunden aus den vergangenen zwei Wochen.

  1. Gestern Abend saßen wir zu viert beim Abendessen und selbst der Zwerg hat mit seinen 12-monaten komplett selbständig (!) mit einer Gabel seine Nudeln aufgespießt und gegessen. Das hätte ich mir vor einem Jahr auch nicht vorstellen können, dass wir jetzt schon so gemütliche Mahlzeiten verbringen können.
  2. Der Mini darf jetzt beim Einkaufen immer selbst nen kleinen Wagen haben. Er ist da immer total stolz drauf und ich habe ihn vorgewarnt, dass der Wagen sofort wegkommt, wenn er nicht bei mir bleibt oder selbständig Sachen einlädt. Er macht das wirklich einwandfrei, läuft hinter mir her und freut sich, wenn ich ihn mit kleinen Dingen, z. B. zwei Äpfel einladen, beauftrage.
  3. Der Zwerg klettert gerade überall hoch und hat´s natürlich nicht so richtig im Griff. Das ist sowas von anstrengend! Der Mini hat das mitbekommen und sagt mir bescheid, wenn der Zwerg wieder mal auf dem Stuhl steht, während ich z. B. kurz im Bad bin und die Wäsche mache.
  4. Die Beiden gucken jetzt immer gemeinsam Bücher an. Manchmal jeder für sich, aber oft zeigt der Mini ihm auch die Bücher und benennt die Tiere etc. für den Kleinen. Total süß.
  5. Der Große ist jetzt gerade in seiner Ich-kann-das-alleine-Phase. Er will jetzt zunehmend weniger Hilfe und zieht sich inzwischen alleine Schuhe, Jacke und Mütze an. Wenn er Zeit hat, hilft er sogar noch dem kleinen Bruder mit dessen Mütze. Außerdem geht er jetzt vor und nach jedem Essen alleine Hände waschen und inzwischen bekommt er das auch mit dem Wasserhahn so geregelt, dass er danach nicht umgezogen werden muss.
  6. Mich haben alleine in den letzten zwei Wochen sechs (!) Leute darauf angesprochen, dass der Mini für sein Alter außergewöhnlich gut spricht. Er hat einen unheimlich großen Wortschatz und kennt sich, dank meinem Mann, in der Pflanzenwelt schon fast besser aus als ich. 😉
  7. Letzte Woche ließ ich die Zwerge kurz im Auto sitzen, während ich am Bankautomaten war. Als ich zurückkam sang der Große gerade „Lalelu“ und erzählte mir daraufhin, dass er seinen Bruder beruhigen musste, weil er wohl kurz geweint hat. Er sagte dann noch: „Ist schon gut, jetzt ist die Mama ja wieder da.“
  8. Der Kleine fängt jetzt endlich auch mit sprechen an. Er hat eeewig immer nur „DA!“ gesagt, aber jetzt kommt nach und nach immer mehr dazu und gestern hat er sogar bei „Bruder Jakob“ immer „Ding, dang, dong“ mitgesungen. Etwas zeitversetzt, aber der Gedanke zählt. 😉
  9. Im Beisein der Eltern testen Kinder manchmal ihre Grenzen aus und machen absichtlich Dinge, die sie nicht dürfen/ sollen. Aber wenn sie bei anderen Leuten sind, merkt man doch, dass die Erziehung fruchtet  – so hat er neulich beim Besuch bei meinen Eltern genaustens drauf geachtet, ob sie auf dem Gehweg laufen (sie leben in nem kleinen Dorf) und ob sie auch schauen, bevor sie über die Straße laufen. Und wenn er der Meinung war, das da etwas falsch läuft, hat er sie ermahnt.